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Rentenumwandlungssatz

In der beruflichen Vorsorge wird die Altersrente in Prozenten des Altersguthabens berechnet, das der Versicherte mit dem Kapitaldeckungsverfahren erworben hat. Dieser Prozentsatz heisst Rentenumwandlungssatz. Er bestimmt die Höhe der Jahresrente als Prozentsatz des zum Zeitpunkt der Pensionierung angesparten Altersguthabens. Der Rentenumwandlungssatz ist von den Vorsorgeeinrichtungen so festzulegen, dass das Altersguthaben und seine Verzinsung ausreicht, um die Altersrente bis zum voraussichtlichen Ablebezeitpunkt hin zu finanzieren. Der Satz, mit welchem das Altersguthaben verzinst wird, heisst technischer Zinssatz. Die Höhe des Rentenumwandlungssatzes hängt insbesondere ab vom Alter und der zukünftigen Lebenserwartung der Rentner und ihrer allfälligen Gattinnen sowie von der entsprechenden Rendite einer risikoarmen Kapitalanlage am Kapitalmarkt. Wenn die Anlagen, wie um die Jahrtausendwende, nicht den erwarteten Ertrag einbringen, und die Lebenserwartung der jetzigen Rentner steigt, müsste das angesparte Kapital trotz niedrigerer Erträge länger reichen. Wird in dieser Situation der Rentenumwandlungssatz nicht gesenkt, wird pro Jahr zu viel Geld ausbezahlt. Das Vorsorgewerk muss nun entweder den Fehlbetrag aus den Eigenmitteln finanzieren, mit der Gefahr, die eigene Solvenz zu gefährden, oder die Gelder der berufsaktiven Generation heranziehen, mit der Folge, dass die zweite Säule vom Kapitaldeckungs- in ein teilweises Umlageverfahren analog derAlters- und Hinterlassenenversicherung übergeht, was aber vom Gesetzgeber nicht beabsichtigt wurde. Ist beides unerwünscht, bleibt nur die Senkung des Rentenumwandlungssatzes.


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